Die Lage
In dieser Gemeinde wird ein Haus geräumt, keine Wohnung
Eine eigene Auswertung des offenen Kartenmaterials vom 26.08.2026 zählt im Gemeindegebiet 9.133 Gebäude. Davon entfallen 4.620 auf Ein- und Zweifamilienhaustypen, also gut die Hälfte, während auf Häuser mit mehreren Wohnungen 128 Gebäude kommen, das sind 1,4 Prozent. Dazu sind 304 Garagen eigens erfasst.
Diese Zahlenlage verschiebt die ganze Vorbereitung. Wer aus einem Haus auszieht, besitzt Räume, die in keiner Zimmerangabe auftauchen: unter dem Dach steht, was zu schade zum Wegwerfen war, im Untergeschoss stehen Regale, Einweckgläser und Werkzeug, in der Garage kommen Reifen, Leitern und Gartengerät dazu, hinter dem Haus wartet die Terrassengarnitur.
Zusammengerechnet ist das oft ein Drittel dessen, was am Ende auf dem Wagen liegt. Ein Angebot, das nur die bewohnten Zimmer kennt, gerät am Umzugstag ins Rutschen. Deshalb öffnen wir beim Aufmaß jede Tür und schreiben mit, was wirklich mitfahren soll, und was nicht.
Der Ablauf
Die Tragewege verlaufen hier waagerecht
Dieselbe Auswertung findet an 2.420 Gebäuden eine Angabe zur Geschosszahl. 2.052 davon sind eingeschossig, also 84,8 Prozent der Gebäude mit Angabe. Gebäude mit drei oder mehr Geschossen gibt es in der ganzen Gemeinde 22. Und die Zahl der Gebäude mit einem Aufzug ist null.
Für die Planung eines Umzugstages ist das keine Nebensache, sondern die Hauptsache. Zwischen Haustür und Ladekante liegt hier kein Treppenhaus, sondern über Diele, Hofeinfahrt, Rasen oder Beet. Er ist dafür länger, oft deutlich länger als die zehn Meter, mit denen städtische Angebote rechnen.
Wir messen diesen Weg beim Aufmaß ab, an beiden Anschriften, und zwar in Metern und nicht in Etagen. Daraus ergibt sich, wie viele Kräfte sinnvoll sind und ob Bohlen oder Platten ausgelegt werden, damit auf nassem Boden nichts einsinkt. Regen macht bei einem Haus mehr Unterschied als bei einer Wohnung im dritten Stock.
Die Ausrüstung
Wie der feste Betrag zustande kommt
Drei Größen bestimmen ihn: der Rauminhalt, die Zahl der Kräfte und die Wege an beiden Anschriften. Für den Hausstand im Ort und im Umkreis fassen wir das zu einem Festbetrag zusammen. Eine Wohnung bis 35 Quadratmeter mit rund 15 m³ kostet ab 289 €. Für 35 bis 60 Quadratmeter mit rund 25 m³ rechnen wir ab 389 €, für 60 bis 85 Quadratmeter mit rund 40 m³ lautet der Betrag ab 769 €, für 85 bis 110 Quadratmeter mit rund 55 m³ sind es ab 799 €, und darüber kostet der Umzug ab 1.080 €.
Die Quadratmeterangabe dient nur der Einordnung. Gerechnet wird über den Rauminhalt, und den ermitteln wir beim Aufmaß. Zwei gleich große Wohnungen unterscheiden sich leicht um zehn Kubikmeter, je nachdem, wie lange jemand darin gewohnt hat und wie viele Nebenräume dazugehören. Bei einem Haus mit Keller und Dachboden liegt der Unterschied regelmäßig höher.
Führt der Umzug weit über die Region hinaus, gilt eine zweite Staffel, gerechnet bis etwa 750 Kilometer: zwei Zimmer kosten ab 1.690 €, drei Zimmer ab 1.950 €, vier Zimmer ab 2.190 €. Dort schlagen Fahrzeit und Rückweg durch, deshalb steht die Anfahrt in solchen Fällen als eigene, bezifferte Zeile im Angebot.
Innerhalb von Märkisch-Oderland entfällt der Anfahrtsposten. Führt der Weg über den Kreis hinaus, weisen wir ihn vorher im Angebot aus.
Der Betrag
Was eine eigene Zeile im Angebot bekommt
Zusatzleistungen stehen getrennt, damit im Festbetrag nichts versteckt bleibt. Eine Küche abzubauen und am Ziel wieder einzupassen kostet ab 249 €; Strom, Wasser und Gas schließt ein dafür zugelassener Fachbetrieb an, nicht wir. Wer das Einpacken abgeben möchte, nimmt den Packservice dazu, der ab 25 € je Stunde kostet.
Verpackungsmaterial fahren wir vorab an und sammeln es später wieder ein. Ein geliehener Karton kostet 0,90 € je Stück und Woche, ein gekaufter 1,80 € je Stück. Bei viel Garderobe lohnt die Kleiderbox, die 3,50 € je Stück und Woche kostet, denn darin bleibt alles am Bügel und hängt am Ziel gleich wieder im Schrank. Dazu kommen Packpapier für 14 €, Luftpolsterfolie für 19 € und Möbeldecken für 2,50 € je Stück und Woche.
Die Übergabe
Wie ein Umzugstag bei uns durchläuft
Die Reihenfolge steht vor dem Termin fest und wird beim Aufmaß besprochen. Wenn jeder Handgriff seinen Platz hat, bleibt am Umzugstag selbst nichts mehr zu entscheiden.
- Anfrage stellen, mit Postleitzahl beider Anschriften, Stockwerk und Wunschtermin
- Aufmaß vor Ort, ausdrücklich auch in Keller, Dachboden, Garage und Nebengebäuden
- Angebot schriftlich: Rauminhalt, Besetzung, Beginn und Betrag stehen darin
- Anlieferung der Kartons, üblicherweise ein bis zwei Wochen vor dem Termin
- Vormittag: Möbel zerlegen, Kartons und Kleinteile verladen, Sperriges zuletzt
- Nachmittag: raumweise ausladen, zuerst Schlafplätze und Küche einrichten
- Zum Schluss: Verpackungsreste einsammeln, Rückgabe der Leihkartons verabreden
Die Lage
Woran ein Umzugstag sich in die Länge zieht
Lang wird ein Umzugstag fast immer aus denselben Gründen, und alle lassen sich vorher aus der Welt schaffen. Genau danach fragen wir beim Aufmaß.
- Ob der Schlüssel zur neuen Anschrift am Morgen wirklich in der Hand liegt
- Wie viele Meter zwischen Haustür und Ladekante liegen, an beiden Anschriften
- Welche Möbelstücke zerlegt gehören, weil eine Tür oder eine Innentreppe zu eng ist
- Ob am Abend geschlafen, gekocht und gewaschen werden können soll
- Was zurückbleibt und deshalb besser vor dem Termin aus dem Haus verschwindet
Fragen, die vor einem Privatumzug regelmäßig kommen
- Wie lange vorher sollte ich anfragen?
- Vier bis sechs Wochen sind eine gute Spanne, weil dann Aufmaß, Angebot und Kartonlieferung ohne Hetze aufeinanderfolgen. Kürzere Fristen gehen oft trotzdem, gerade wenn der Termin flexibel ist. Fragen Sie in dem Fall einfach an, statt zu schätzen; wir sagen Ihnen direkt, ob der Tag noch frei ist.
- Zählt der Umzug ins Nachbarhaus als Privatumzug?
- Ja. Die Strecke ist bei der Rechnung die kleinste Größe. Ob der Wagen zweihundert Meter oder zwölf Kilometer fährt, ändert am Verladen, Sichern und Aufbauen nichts. Genau deshalb rechnen wir über den Rauminhalt und nicht über den Kilometerstand.
- Muss ich beim Aufmaß dabei sein?
- Ja, mindestens eine Person, die entscheiden darf, was mitkommt und was bleibt. Genau diese Trennung macht den Unterschied zwischen einem Angebot, das hält, und einer Schätzung, die am Umzugstag kippt. Der Termin dauert je nach Größe zwanzig bis fünfzig Minuten.
- Kann ich einen Teil selbst packen?
- Selbstverständlich, und die meisten machen es so. Üblich ist die Aufteilung: Bücher, Geschirr und Kleidung packen Sie selbst, das Zerlegen und Polstern der Möbel übernehmen wir. Wenn Sie mittendrin merken, dass die Zeit nicht reicht, lässt sich der Packservice auch kurzfristig dazunehmen.
- Was passiert, wenn am Umzugstag Regen fällt?
- Gearbeitet wird trotzdem. Wir legen die Wege ab, decken die Ladekante ab und stellen Polstermaterial bereit, damit nichts nass in den Wagen geht. Weil die Wege hier meist über Grundstück und Einfahrt führen, gehört das zur normalen Vorbereitung und nicht zur Ausnahme.